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Klassenfahrt nach Verdun (9H1 + 9H2)

Es ist Dienstag der 3.05.2005, die Klassen 9H1 und 9H2 machen sich bereit für den langen Weg nach Verdun. Um viertel vor acht ist Abfahrt. Alle noch ganz müde begeben sich in den Bus, Frau Geneix macht kurz nach der Abfahrt die 1. Ansprache. Sie erklärt uns wie lange und wo wir langfahren. Auf der Hinfahrt ist der Bus ziemlich still, erst gegen Ende der Fahrt trifft ein bisschen Stimmung ein.....

Wie auf der Fahrt erwartet kommen wir zu spät zu unserer Führung im Fort Douaumont, diese verschieben wir dann auf den Nachmittag: 4 Uhr um genau zu sein.

Da wir nicht bis 4 Uhr auf dem Vorplatz von dem Fort warten können bzw. wollen ziehen wir denn restlichen Teil der Fahrt vor. Zuerst fahren wir mit dem Bus zu dem Gebeinehaus, in dessen innerem eine packende und bewegende Atmosphäre herrscht. An den Wänden sitzen Gedenktaffeln auf deren die Namen der Verstorbenen Männer bzw. Jungs, aus der Schlacht von Verdun, stehen. In den Kellern des Hauses werden die Knochen der Menschen aufbewahrt, diese kann man durch eingebaute Fenster sehr gut sehen. Vor dem Gebeinehaus besichtigen wir auch die über 500.000 Gräber, unter dehnen aber keine Knochen liegen. Dies alles ist sehr bewegend, finden wir!

Zu Fuß gehen wir weiter zu dem Museum in Verdun, auf dem Weg dorthin verarbeiten wir das eben Gesehene im Gebeinehaus. Im Museum angekommen machen wir eine kurze Pause. Als erstes schauen wir einen Film über die Schlacht von Verdun, danach besichtigen wir ca. eine halbe Stunde das innere des Museums. Es ist sehr interessant zu sehen mit was für Waffen und mit welcher Art von Kleidung sie diesen kalten Krieg bestreiten mussten.

Als wir vereinzelt aus dem Museum rauskommen machen wir noch eine kurze Pause bis alle da sind. Mit großer Freude, endlich in die Stadt Verdun zu kommen, besteigen wir den Bus (eigentlich wollten wir ja nach Metz aber durch unsere Verspätung fahren wir nach Verdun).

Im Bus halten Frau Geneix und Frau Taubert dann die 2. Ansprache: "Wir treffen uns um 15.15 Uhr dort wo wir gleich mit dem Bus anhalten werden, und wehe es kommt einer zu spät....."

Dann endlich verlassen wir den Bus und gehen in die Stadt. Nur sehr wenige von den Menschen in den Geschäften dort können Deutsch, dies ist für uns ein kleines Problem da wir nicht immer gleich bekommen was wir haben wollen. Die Stadt ist sehr schön gestaltet, an manchen Stellen stehen alte Waffen aus dem Krieg damals, viele Denkmäler gibt es dort auch. Nach eineinhalb Stunden "shoppen" in der Stadt machen wir uns auf den Weg zum Bus.

Nachdem alle eingetroffen sind fahren wir endlich zu unserer Führung im Fort Douaumont. Dort angekommen warten wir noch kurz draußen auf dem Vorplatz, dann geht es auch schon los. In dem Fort ist es ziemlich kühl (so ca. 13°C), an den Wänden tropft Wasser runter und es gibt nicht sehr viel Licht. Unsere Leiterin demonstriert uns wie laut es sich damals angehört hat wenn eine Rakete auf das Fort geschossen wurde, sie nahm eine Art Metallplatte und ließ sie auf den Boden fallen, dieses laute Geräusch schalte durch das ganze Fort. Daraufhin erzählt sie uns dass früher gleich mehrere hunderte Raketen nacheinander auf das Fort geschossen wurden, viele der Soldaten wurden dadurch taub oder psychisch krank. Sie berichtete uns viel über die damalige Lebensweiße der Kämpfer und auch dass jetzt zu unserer Zeit viele Soldaten hier her kommen um sich dass ganze anzuschauen, meistens französische und deutsche Soldaten zusammen. Unsere Führung endet mit einem Applaus für die Leiterin.
Nach der Besichtigung besteigen wir den Bus und machen uns auf den Heimweg. Im Bus reden wir untereinander nochmal über alles was wir an diesem Tag gesehen haben und die meisten beschließen nocheinmal in späterer Zukunft nach Verdun zu fahren. (Jennifer Otto)

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